Wir haben die Welt der Rohstoffe für Sie im Blick.

Haselnusskerne, Mandeln, Zucker, Kakaobohnen, Kakaobutter, Vanille, Sultaninen und vieles andere mehr, kurz: Nahrungsmittel-Rohstoffe bestimmen den Alltag der Fairtrade SA.
Als qualifizierter Partner bietet Fairtrade ein umfassendes Leistungspaket an: Von der Vertragsabwicklung über den Transport, die Zollformalitäten bis hin zur laufenden Qualitätskontrolle der Produkte. Zu den Kunden zählen Schokolade- und Biskuitfabriken, Produzenten von Halbfabrikaten, Grossverteiler, Handelsfirmen und Getränkehersteller.
Die äusserst hektische Branche erfordert nebst einem weltweit funktionierenden Beziehungsnetz auch das ausgeprägte Gespür und die Erfahrung, aus dem aktuellen Weltgeschehen die richtigen Schlüsse zu ziehen – das heisst, qualitativ einwandfreie Ware zum bestmöglichen Preis und zum richtigen Zeitpunkt einzukaufen. Kontinuierlich beobachtet Fairtrade den Rohstoffmarkt und spürt neue Produkte und Lieferanten auf, die den hohen Qualitätsansprüchen genügen.
Kakao-Schmuggel zwischen der Elfenbeinküste und Ghana
Die globalen Kakaoterminkontrakte (futures) sind seit Ende Mai um rund 50 % gestiegen. Grund dafür sind Sorgen über eine kleinere Ernte in Westafrika wegen Pflanzenkrankheiten sowie ein besonders ausgeprägtes Wetterphänomen El Niño das schwere Überschwemmungen oder Dürren verursachen könnte.
Der neue Kakaopreis in Ghana liegt etwa 75 % über dem in der Elfenbeinküste, dem weltweit größten Kakaoproduzenten, der seine Erzeugerpreise unverändert gelassen hat. Dadurch könnten vermehrt Kakaobohnen aus der Elfenbeinküste in Nachbarländer wie Ghana geschmuggelt werden, wo höhere Preise gezahlt werden.
Der Schmuggel ist in Westafrika seit Jahrzehnten weit verbreitet und stellt insbesondere für Ghana und die Elfenbeinküste ein Problem dar, da beide Länder ihre Kakaomärkte streng regulieren. Ghana hatte für die Saison 2025/26 eine Produktion von 650.000 Tonnen angestrebt. Tatsächlich überstiegen die Anlieferungen jedoch 750.000 Tonnen, was teilweise auf geschmuggelte Kakaobohnen aus den Nachbarländern zurückzuführen ist.
Die weltweiten Kakaopreise sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen.